Berliner Hausärztinnen und Hausärzte beschließen rote Linien
Die Delegiertenversammlung des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg (BDA) hat am 3. Dezember 2025 wichtige Beschlüsse zur hausärztlichen Versorgung getroffen und fordern unter anderem: Keine weitere Zersplitterung der Versorgung durch die Apothekenreform! Keine Diskussionen zur Primärversorgung ohne die entsprechenden (hausärztlichen) Expert:innen!
Auf Einladung der beiden Vorsitzenden Doris Höpner und Sandra Blumenthal tagte am 3. Dezember die Delegiertenversammlung des Hausärzteverbands Berlin und Brandenburg.
Für einige der Delegierten war es die letzte Amtsperiode. Nach vielen Jahrzehnten des Engagements in Praxis und Berufspolitik stehen einige Delegierte für eine Wiederwahl nicht wieder zu Verfügung. Ihre Impulse und ihre berufspolitische Arbeit neben ihrer Praxistätigkeit prägten die Verbandspolitik viele Jahre. Höpner und Blumenthal bedankten sich ausdrücklich bei den scheidenden Kolleginnen und Kollegen. Ihr Abschied ist auf dem jährlichen Sommerfest geplant.
Anja Thiemann und Kahina Toutaoui stellten eindrucksvoll die Nachwuchsarbeit des Verbandes vor. Es gelte junge Menschen für Praxis und Berufspolitik zu begeistern. Neben dem Haushaltsvoranschlag im nichtöffentlichen Teil und Punkte den Landesverband betreffend, wie Mitgliederstatistik, Fortbildungsübersicht und die Entwicklung der Hausarztzentrierten Versorgung in Berlin, war diese Versammlung jedoch vor allem von berufspolitischen Inhalten geprägt:
- Beim Thema Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sehen die Delegierten eine rote Linie überschritten.
- Keine Diskussion mehr ohne die Expertinnen und Experten! Öffentliche Statements und Beiträge zur Primärversorgung müssen auf Ebene von KV und Kammer Stimmen der Vertretenden der Hausärztinnen und Hausärzte beinhalten.
- Leistungen wie die Sonografie für Berlin in die extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV) verhandeln!
- Investor:innenbetriebene Medizinische Versorgungszentren (iMVZ) bedürfen einer Regulierung,
Eine Medikamentenflatrate in Apotheken ist KEINE Entlastung hausärztlicher Praxen!
Der Hausärzteverband Berlin und Brandenburg fordert von der Bundesgesundheitsministerin eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihrem neuen Arbeitsfeld und ein Zurücknehmen dieser „Schnapsidee“!
Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt auf dem Deutschen Apothekertag an, das Impfangebot und die Möglichkeit zur Abgabe von Medikamenten auf Apotheken ausweiten zu wollen.
Wir als Hausärzteverband Berlin und Brandenburg (BDA) sagen ganz klar: Das ist keine Entlastung für hausärztliche Praxen, sondern eine weitere Zersplitterung der Versorgung und ein Risiko für unsere Patientinnen und Patienten!
Die Pressemitteilung unseres Bundesverbandes finden Sie hier.
Unser Sommerfest 2025 - viele Gäste und tolle Stimmung
Unser diesjähriges Fest fand am heißesten Tag dieses Sommers statt. Doch mit kühlen Getränken und im Schatten der Markise ließ es sich gut aushalten und die Gäste waren guter Stimmung.
Unsere Vorstandsvorsitzenden Doris Höpner und Dr. med. Sandra Blumenthal begrüßten Mitglieder, Vertreterinnen und Vertreter der KV, der HÄVG und der ÄK Berlin, des Kompetenzzentrums Weiterbildung Berlin an der Charité sowie des dortigen Instituts. Herzlich willkommen waren auch Vertreterinnen und Vertreter unseres „Schwesterverbands“ aus Brandenburg, sowie vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) Landesverband Mitte-Ost, Repräsentanten der FDP mit Dr. André Byrla, unsere Gesundheitsorganisatorin Dr. Ina Czyborra und Patientenbeauftragte von Berlin Ursula Gaedigk. Wir freuten uns ebenso über das Kommen von Catherina Pieroth (Die Grünen) und vielen anderen Repräsentanten, die unseren Verband begleiten und unterstützen.
Über das Abstimmungsbarometer teilten uns die Gäste ihre Meinung zum Hausärztlichen Primärsystem mit und was für eine gute Gesundheitsversorgung in der Stadt benötigt wird.
Unser Musikerduo Diana und Oleg ließ gute Stimmung aufkommen, sodass bei gutem Essen und vielen eisgekühlten Getränken unsere Gäste bis weit in den späten Abend blieben.
Freuen Sie sich mit uns auf das Sommerfest 2026. Wir werden rechtzeitig einladen.
Bild: Foto Bernhardt / Bild 1: Doris Höpner, Dr. med. Sandra Blumenthal begrüßen die Gäste / Bild 2: begeisterte Gäste / Bild 3: Gäste unter der Markise / Bild 4: Musikerduo Diana und Oleg
Sommerfest 2025 – Wir laden unsere Mitglieder ein
Der gesamte Vorstand und die Vorstandsvorsitzenden Doris Höpner und Dr. med. Sandra Blumentha laden alle Mitglieder recht herzlich zum Sommerfest, am Mittwoch 2. Juli 2025, ab 15 Uhr in der Geschäftstelle, ein.
Anmeldungen werden bis zum 20. Juni gern per E-Mail entgegengenommen:
Freuen Sie sich mit uns auf das Sommerfest 2025.
Unsere Petition ist ein riesiger Erfolg!
Über 600.000 Patientinnen und Patienten unterstützen die Petition zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung! Es ist damit eine der größten Bundestagspetitionen, die es in den letzten Jahren gab.
Unsere Petition zur Stärkung der hausärztlichen Praxen, die wir gemeinsam mit dem Verband medizinischer Fachberufe gestartet haben, ist ein unglaublicher Erfolg. Selbst wir haben nicht mit einer solchen Rückmeldung gerechnet. In nur sechs Wochen haben über 600.000 Patientinnen und Patienten die Petition unterschrieben! Dieses Ergebnis übertrifft alle Erwartungen!
Diesen großartigen Erfolg haben wir Ihnen allen zu verdanken, die Sie in ihren Praxen die Patientinnen und Patienten auf die dramatische Lage der Hausarztpraxen sensibilisiert und fleißig Unterschriften gesammelt haben. Dieser Erfolg ist unser gemeinsamer Erfolg. Er ist aber auch eine Rückmeldung – die Bürgerinnen und Bürger stehen hinter ihren hausärztlichen Praxen. Dieses Signal ist in dieser politisch-sensiblen Phase besonders bedeutend.
Vielen Dank dafür!
Die Entbudgetierung für den hausärztlichen Bereich kommt
Auf Maßnahmenpaket zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung geeinigt
Die ehemaligen Ampelparteien haben sich am Montag, den 20.01.2025, auf ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung geeinigt. Dies beinhaltet explizit die Entbudgetierung für den hausärztlichen Bereich, sowie eine Entbürokratisierung der Betreuung von leicht chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten.
Das Maßnahmenpaket muss nun in den letzten beiden Sitzungswochen vom Bundestag genehmigt werden. Für Berlin ist die Entbudgetierung existentiell – und ein längst überfälliges Signal an unsere Praxen.
Die Stellungnahmen unserer Vorsitzenden, Doris Höpner und Dr. Sandra Blumenthal, zur Entbudgetierung finden Sie in unserer Pressemitteilung. Die Pressemitteilung unseres Bundesverbandes findet Sie hier.
NEUE FAXNUMMER für Ihre Unterschriftenlisten der Petition Rettung der hausärztlichen Versorgung
Petition Rettung der hausärztlichen Versorgung in Deutschland
Der Petitionsausschuss hat die Kommunikation per Fax zum Jahreswechsel ohne vorherige Mitteilung eingestellt.
Bereits an die bisherige Nummer 030 227-36053 versandte Listen sind beim Petitionsausschuss aber NICHT (!!!) eingegangen und müssen daher bitte nochmals an die neue Fax-Nummer: 02203 - 90 28 470 gesendet werden.
NEUE FAXNUMMER für Ihre Unterschriftenlisten: 02203 - 90 28 470
Über diese Faxnummer werden alle Unterschriftenlisten im Büro des Bundesverbandes eintreffen und von dort direkt an den Petitionsausschuss weitergeleitet.
Keine Unterschrift geht verloren!
Rettung der hausärztlichen Versorgung – Wir haben die Nase voll von den leeren Versprechungen
Hausärztinnen- und Hausärzteverband reicht Petition zur Rettung der Hausarztpraxen ein: Sammeln Sie Unterschriften in Ihrer Praxis!
Hausärztinnen- und Hausärzteverbände in enger Partnerschaft mit dem Verband medizinischer Fachberufe (vmf) haben eine Petition beim Bundestag zur Rettung der hausärztlichen Versorgung eingereicht.
Alle Informationen hierzu finden Sie auf www.haev.de/petition. Nun braucht es Ihre Stimme und die Ihrer Patientinnen und Patienten!
Jede Unterschrift zählt: Machen Sie mit!
Hängen Sie Plakate in Ihren Praxen auf und legen Sie Unterschriftenlisten in Ihrer Praxis aus! Machen Sie Ihre Patientinnen und Patienten darauf aufmerksam! Reichen Sie die Listen regelmäßig (am besten zum Ende jeder Woche) per Post, Fax, Mail oder auch online beim Petitionsausschuss bis zum 17.02.2025 ein.